Gesund mit Yoga
Auf den ersten Blick mag es wie eine langsame Gymnastikübung aussehen – doch auf den zweiten entdeckt man, wie umfassend das dahinter stehende System ist. Yoga ist in aller Munde und immer mehr Bundesbürger üben sich in dieser indischen Tradition.
Der Yoga ist das Gedankengebäude, aus dem alle Yogaarten entspringen. Zunächst erlernen Sie die Asanas und Atemübungen, spüren ihren Körper anders, trainieren Bewegungsabläufe und Haltungen und erfahren, dass auch die innere Haltung ein Teil der Übung ist. Die Auswirkungen von Yogaübungen für die Gesundheit sind vielfältig. Sie ziehen ein erhöhtes Körperbewusstsein, verbesserte Konzentrationsfähigkeit und organische Veränderungen nach sich. Man isst anders und reinigt sich bewusster von Schlacken und alten Verhaltensmustern.
Klassischer Yoga und modernes Selbstverständnis
Wenn Sie sich erstmals mit Yogaübungen befassen, denken Sie vielleicht, es ginge um komplizierte Verrenkungen, die man Asanas oder Yogasanas nennt. Doch es gibt verschiedene Arten von Yoga. Im klassischen Sinne galten Yogaübungen als Weg zur Gotterkenntnis. Die yogischen Wege waren den unterschiedlichen Bedürfnissen von Übenden angepasst. Ob man eine der meditativen Formen des Yogaweges oder eine bewegungsorientierte Form wählt, ist eine Frage des Temperaments. Man kann in jedem Alter eine Yogini oder ein Yogi werden – und genau das macht diese Übungen so beliebt. Es sind zu 80% Frauen, die Yogaübungen als Lebensweg wählen. Im modernen Yoga ist die yogische Praxis der wichtige Teil, der theoretische Unterbau wird nicht vermittelt. Körperbetonte Yogaformen fasst man in Europa unter dem Begriff-Hatha-Yoga zusammen. Dazu gesellen sich mittlerweile verschiedene europäische Erfindungen wie das Poweryoga, der Bikramyoga oder neue Mischformen wie Yogilates, das Yogaübungen mit Pilatesübunen kombiniert. International sind noch der Sivananda-Yoga, der Kundalini-Yoga, tibetische Yogaformen wie Kum Nye und Yantra-Yoga, der Kriyya-Yoga und der Intergrale Yoga von Sri Aurobindo bekannt.
Gesundheitlicher Nutzen von Yogaübungen
Körperliche und psychische Gesundheit werden nachweislich durch Yogaübungen befördert. Krankheitsbilder wie Durchblutungsstörungen, Schlafstörungen, Ängste oder Depressionen, chronische Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen werden gelindert. Dem entsprechend fördern verschiedene Krankenkassen die Yogapraxis, wenn sie in anerkannten Kursen an der VHS erlernt wird. Ob der gesundheitliche Nutzen ein Hauptziel oder ein Nebeneffekt sind, wird allerdings unterschiedlich beurteilt. Spezielle Yogaformen wie Hormonyoga wollen in den Wechseljahren positive Einflüsse vermitteln.
