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Heiß und kalt: Saunavergnügen

Eingetragen von auf 3. Dezember 2010 – 10:30Kein Kommentar
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©panthermedia.net Arne Trautmann

In die Sauna zu gehen, ist zweifellos nicht jedermanns Sache. Viele Menschen vertragen keine feuchte Hitze und können sich nicht vorstellen, mit anderen nackt in der Sauna zu sitzen und sich hinterher schockartig abzukühlen. Aber: Wer es liebt, schwört darauf!

So mancher hat sich heutzutage eine Garten- oder Kellersauna zugelegt, weil er im Finnlandurlaub positive Erfahrungen gemacht hat. Nicht nur dient der regelmäßige Saunabesuch der Stärkung der Abwehrkräfte, sondern er entschlackt den Körper. Für umweltkranke Menschen sind regelmäßige Saunabesuche auch zur Entgiftung des Körpers ein Segen. Sie sind allerdings nicht bei jeder Art von Vergiftung sinnvoll. Da man bei Vergiftungen geschwächte Abwehrkräfte hat, sind regelmäßige Saunabehandlungen doppelt wirksam. Saunieren hilft den Abwehrkräften auf die Sprünge, dient der Reinigung, Abhärtung, Entschlackung und Verbesserung des Stoffwechsels, aber auch der sozialen Kontaktpflege.

Man kann die Erhöhung der Körpertemperatur als eine Art künstliches Fieber verstehen, das die Abwehrkräfte aktiviert und Krankheitserregern den Garaus macht. Nach der Hitze folgt das Kaltbad, das den Blutdruck senkt und die Haut kühlt. Auch durch diesen raschen Wechsel werden die Abwehrkräfte gestärkt und das Immunsystem angekurbelt. Die weit geöffneten Gefäße schließen sich wieder. Als Kontraindikation gegen regelmäßige Saunagänge sind akute Infektionskrankheiten, Herz-Kreislauf-Krankheiten, Venenthrombosen und chronisch verlaufende Krampfaderleiden zu nennen.

Saunatraditionen in aller Welt

Die Finnen sind die ungeschlagenen Saunaweltmeister – und was sie aus dem Saunavergnügen machen, findet zunehmend Nachahmung! In Finnland schlägt man die Haut leicht mit Birkenzweigen, um die Blutzirkulation anzuregen. Da Menschen aufgrund verschiedener Geschmäcker und Vorbedingungen verschiedene Varianten des Saunaganges schätzen, entwickelten sie als Unterarten des klassischen Saunavergnügens auch noch Dampfbäder, feuchte Warmluftbäder und die Textilsauna. In der Regel steht eine Sauna beiden Geschlechtern gleichermaßen offen. Manchmal gibt es Frauenzeiten, manchmal Männersauna-Tage.

Von der “normalen” Sauna zu unterscheiden ist die Kontaktsauna, die eher sexuellem Vergnügen dient. Unter den meisten Saunafans ist explizit sexuelles Verhalten verpönt und kann zum Rauswurf führen. In Finnland oder Russland trifft man sich sogar mit seinen Geschäftspartnern in der Sauna. In entspannter Atmosphäre kommen Geschäftsabschlüsse leichter zu Stande. Man teilt gemeinsame Erlebnisse und eine gewisse Intimität. In Deutschland wäre dies undenkbar – und in den meisten anderen Teilen der Welt auch!

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